Lesen und diskutieren von wichtigen Werken zu Gegenwartsthemen.
Am aktuellen Diskurs interessierte Leserinnen und Leser.
Neunmal im Jahr
Der NmA Lesezirkel ist ein monatlich stattfindender literarischer Diskussionskreis, der sich mit den Werken des vorbestimmten Jahresprogramms beschäftigt.
Dabei umfasst die Auswahl der Werke eine breite Palette – von Sachbüchern und Biografien bis hin zu klassischer Weltliteratur – und spiegelt die Vielfalt der literarischen Auseinandersetzung wider. Der Lesezirkel ist für alle offen. Für die Teilnehmenden und Interessierten des Lesezirkels beträgt der Zeitintervall zum Lesen eines ausgewählten Buches in der Regel vier Wochen. Der Lesezirkel dient zum offenen, gezielten Austausch unter der Leserschaft.
In der Diskussion stellt unsere Literatur AG die Inhalte der ausgewählten Kapitel vor und eröffnet den Diskussionskreis mit einer Impuls- oder Leitfrage. Die Teilnehmenden können ihre Gedanken moderiert durch eine Meldekette einbringen. Das Ziel ist die kulturelle Leseförderung und die kritische Auseinandersetzung.
Der Ablauf des Lesezirkels ist wie folgt:
Hier gelangen Sie zu unserer Broschüre Rückschau 2022
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Beauty & Gesellschaft
Über das Schöne und die Kultur des Miteinanders
Die Anziehungskraft von Schönheit hat schon immer die Menschheit betroffen. Im Diwan-e Schams-e Tabrizi erfahren wir durch den großen Gelehrten Mawlana Jalaludeen Rumi, dass Schönheit und Liebe seit Anbeginn der Zeit miteinander verbunden sind. Der Zusammenhang zwischen diesen beiden erscheint auf den ersten Blick offenkundig, denn wir neigen dazu, das zu lieben, was unser Auge oder das empfindsame Herz als schön erkennt. Schönheit umgarnt uns mit unwiderstehlicher Macht, während das Hässliche uns beinahe instinktiv zurückscheuchen mag. In religiösen Betrachtungen gilt die Schönheit als eine dem Paradies innewohnende Eigenschaft; man verbindet sie mit dem moralisch Guten, wenn nicht sogar mit dem Höchsten und Besten. Im edlen Qurʾān wird das Paradies auf eindringliche Weise durch die Grünheit und Sprache der Natur geschildert: durch Gärten, Flüsse und reichliche Früchte. Liegt die wahre Wahrnehmung von Schönheit im Ursprünglichen, also in den Naturbildern? Des Weiteren finden wir in der Mythologie wie auch in den großen Werken der Weltliteratur die Beziehung zwischen Schönheit und Liebe als ein zentrales Motiv, das nicht selten die Dramaturgie der Geschichte bestimmt. Die Figuren verfallen der Verführungskraft des Schönen, sie verkommen, und Eifersucht wie auch Mord sind nur allzu oft die dunklen Früchte dieser Leidenschaft. Muss man daraus schließen, dass selbst die Schönheit ihre Schattenseiten besitzt? Oder haben wir es mit einer falschen Gestalt in der heutigen Zeit zu tun? Doch wie grenzt sich dann die Hässlichkeit ab? Sinnlich als auch moralisch? Und an welche Orte unseres Lebens gehört die Schönheit wahrhaftig?
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