
Liebe Interessierte,
nach unserem inspirierenden Themenabend mit dem preisgekrönten Architekten Alen Jasarevic möchten wir die dort angestoßenen Fragen im Rahmen unseres nächsten Meet & Muhabbet weiter vertiefen.
Wie kann eine Moschee in den konkreten sozialen, kulturellen und räumlichen Gegebenheiten ihres Umfelds verwurzelt sein? Was bedeutet es, nicht nur gebaut, sondern auch gesellschaftlich verankert zu werden? Welche Formen der Offenheit, Teilhabe und Nachbarschaft braucht eine Moschee, damit sie als selbstverständlicher Teil des Gemeinwesens wahrgenommen wird?
Diese Fragen gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund einer viel diskutierten Kritik von Professor Abdal Hakim Murad an Bedeutung. Er weist darauf hin, dass zahlreiche Moscheen in Europa Gefahr laufen, zu „Ethno-Tempeln“ zu werden, also Einrichtungen, die primär die kulturellen Prägungen einzelner Herkunftsgruppen widerspiegeln, anstatt als offene religiöse und gesellschaftliche Räume für die gesamte Stadtgesellschaft zu wirken. Wie können Moscheen diesem Anspruch gerecht werden und Orte schaffen, die religiöse Identität bewahren, zugleich aber Brücken in die Gesellschaft hinein bauen?
Daran möchten wir anknüpfen und gemeinsam der Frage nachgehen:
Wie sieht die Moschee der Zukunft aus?
Dabei wollen wir die Moschee ganzheitlich und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachten. Welche architektonischen, städtebaulichen und ingenieurtechnischen Anforderungen stellen sich? Wie können tragfähige Finanzierungs- und Wirtschaftskonzepte entwickelt werden? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind von der Rechtsform bis zum Bau- und Genehmigungsrecht zu berücksichtigen? Und wie können Moscheen zugleich Orte der Bildung, Pädagogik, Gesundheit, Prävention, Begegnung und des gesellschaftlichen Engagements sein?
Einen Impuls zum Thema gibt Joachim Reinig, Architekt, Stadtplaner und langjähriger Sanierungsarchitekt des Hamburger Michels. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Fragen der Sichtbarkeit, Verortung und gesellschaftlichen Bedeutung muslimischer Gemeinden und setzt sich für Moscheen als Orte der Teilhabe, Integration und des Gemeinwohls ein.
Nach dem kurzen Impuls steht vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Wir möchten Erfahrungen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammenbringen, bestehende Denkmuster hinterfragen und gemeinsam Ideen für ein zukunftsfähiges, lebendiges und ganzheitliches Moscheekonzept entwickeln.
Eingeladen sind alle Interessierten aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Ob Architektur, Ingenieurwesen, Psychologie, Recht, Pädagogik, Sozialwissenschaften, Wirtschaft oder Gemeindearbeit, jede Perspektive bereichert die Diskussion.
Wir freuen uns auf einen offenen Austausch, spannende Impulse und das gemeinsame Nachdenken über die Moschee der Zukunft.
📍 Rostocker Str. 7, 20099 Hamburg
📅 Samstag, 10.10.2026
🕔 Einlass: 17:00 Uhr | Beginn: 17:30 Uhr
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch und einen schönen gemeinsamen Abend!